Editorial


Abb. 2 Telekommunikation

Klaus Edel

(Digitale) Medien sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags, der schnelle Griff zum Smartphone gehört ebenso dazu wie das ständig laufende Fernsehgerät oder das stundenlange Verharren vor dem Notebook oder PC und auch der Griff nach der Zeitung darf nicht fehlen. Wobei hier selektiv "nur" die Medien "wichtigsten" aufgezählt wurden.

Der fachwissenschaftlichen Teil  des Manuals beschäftigt sich mit für die historisch-politische Bildung wichtigen Medien. Dabei wird ein Einblick in die Entwicklung der Nachrichtenmedien gegeben und Anregungen zu einer kritischen Auseinandersetzung geboten. Wesentlich ist auch Darstellung der Beziehung zwischen den Nachrichtenmedien und der Politik. Den letzten Schwerpunkt bildet die Einbindung dieser Medien in den Unterricht.

Der didaktische Teil bietet eine Auseinandersetzung mit Lerntheorie, der Schwerpunkt liegt aber bei der praktischen Umsetzung der Medienanalyse von Fernsehnachrichtensendungen in Bezug auf Präsentation und Struktur für den Unterricht. Im Vordergrund steht der kritische Umgang mit den Medien, das Erkennen der Informations- und Manipulationsmöglichkeiten von Rundfunknachrichten, Fernsehen, Plakaten und digitalen Medien. Fernsehnachrichten werden beispielhaft analysiert. Für die anderen Medien und deren Mediennutzung kann die Arbeit analog durchgeführt werden.

Dieses Manual wurde und wird als work in progress von interdisziplinär zusammengesetzten Teams von Wissenschafter/innen und Fachdidaktiker/innen nach einem einheitlichen didaktischen Konzept entwickelt. Es bietet sowohl für Lehrer/innen als auch Studierende und Schüler/innen vielfältige Möglichkeiten strukturelles Denken zu entwickeln, darüber zu reflektieren und eigenverantwortlich in neuen Situationen erfolgreich anzuwenden. Es ist theorie- und forschungsgeleitet, prozessorientiert, medial unterstützt und die Inhalte sind im Unterricht von der 8. bis zur 13. Schulstufe modular einsetzbar. Jedoch wurde bewusst auf genaue Vorgaben von Stundenbildern verzichtet. Die Unterrichtsvorschläge zeigen vielmehr exemplarisch Wege auf, wie die Themenbereiche, Materialien und Arbeitsaufgaben an die jeweilige Zielgruppe angepasst werden können. Dabei wurde großer Wert auf Praxisnähe gelegt.

Die Redaktion hofft, dass dieses Manualmeine sinnvolle Bereicherung für die Planung und Durchführung des historisch-politisch bildenden Unterrichts darstellt. Über ihre Anregungen und kritischen Ergänzungen freut sich die Redaktion (p.a. hanna-maria.suschnig(at)univie.ac.at)