Abb. 13 Wählen mit 16

3.3 Kompetenzlernen als neue Herausforderung

Im Juni 2007 beschloss der Nationalrat die Senkung des aktiven Wahlrechts auf das 16. Lebensjahr. Dadurch wurde es notwendig, die SchülerInnen vor Beendigung ihrer Pflichtschulzeit mit aktuellen Fragestellungen der Politischen Bildung zu konfrontieren, um sie zum eigenständigen politischen Denken und Handeln zu befähigen.

Im Zuge der Einführung der neuen Gegenstandsbezeichnung Geschichte und Politische Bildung für die 8. Schulstufe trat zu Beginn des Schuljahres 2008/09 auch ein neuer Lehrplan in Kraft. Gekennzeichnet wird dieser durch einen Paradigmenwechsel von einer faktenorientierten Auseinandersetzung mit historischen und politischen Themen zugunsten einer Individualisierung und Kompetenzorientierung.

Der derzeit gültige Lehrplan ermöglicht es, den schrittweisen Erwerb von historischen und politisch bildenden Kompetenzen in den Mittelpunkt der Unterrichtsplanung zu stellen. Dabei wird eine Verknüpfung der historischen Fragekompetenz, historischen Methodenkompetenz, historische Orientierungskompetenz und historischen Sachkompetenz mit den Kompetenzfeldern politische Urteilskompetenz, politische Handlungskompetenz, politische Methodenkompetenz und politische Sachkompetenz angestrebt. Diesem Perspektivenwechsel liegt ein von einem Expert/innenteam erarbeitetes Kompetenzmodell zur Politischen Bildung zugrunde.