Ernst Fischer

Ernst Fischer

(1899-1972): Der Schriftsteller, Journalist und Politiker Ernst Fischer startete seine politische Karriere, als er Ende des Ersten Weltkriegs zum Soldatenrat gewählt wurde. 1920 trat er der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei bei und arbeitete von 1927–1934 als Redakteur der „Arbeiter Zeitung“. Im Gefolge der Niederlage der Sozialdemokratie im Februar 1934, trat er der KPÖ bei und wählte den Weg ins Exil nach Prag und 1939 weiter nach Moskau, in der Überzeugung: „Die sozialdemokratische Führung hat versagt. [...] Die Demokratie, dachte ich, hält nicht stand, hat nicht die Kraft, den Faschismus aufzuhalten. Nur die Sowjetunion wird standhalten, also zieh die Konsequenzen“. (dasrotewien 2005) Nach der Befreiung Österreichs 1945 kehrte er zurück wurde Mitglied des ZK der KPÖ (bis 1969) und Abgeordneter im Nationalrat. Von April bis Dezember 1945 wirkte Ernst Fischer als Staatssekretär für Volksaufklärung, für Unterricht und Erziehung sowie Kultusangelegenheiten in der Regierung Renner. Seine Kritik am Einmarsch der Warschauer Pakt-Truppen und der Niederschlagung des „Prager Frühlings“ führte schließlich 1969 zum Ausschluss aus der KPÖ. Fortan widmete er sich nur mehr der Schriftstellerei.

(Republik Österreich. Parlament (1990). Ernst Fischer. In: Wer ist wer. https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_00333  Zugriff 17. April 2016;

dasrotewien.at (o.J.) Fischer, Ernst. Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie.http://www.dasrotewien.at/seite/fischer-ernst  Zugriff 14. November 2017)